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Mitteilungen aus der Fraktion Im Amtsblättle Stadt Neckarsteinach am Do 24.2.26

Was macht eigentlich: Der Verkehr durch Elterntaxis in der Lessingstraße?

Entgegen der Aussage von BGM Spitzner, der Verkehr habe sich schon erheblich verringert, haben verschiedene Anwohner dies auf Anfrage unserer Fraktion verneint. Auch das schon „seit mehreren Monaten bestellte“ Schild „Feuerwehreinfahrt“ ist immer noch nicht angebracht. Eine Kontrolle der einfahrenden Fahrzeuge durch den Ordnungsdienst erfolgt laut Anwohner auch nicht -zumindest nicht zu den Zeiten, welche für das Bringen und Abholen bedeutsam sind.

Wie bereits erläutert, ist laut Auskunft des zuständigen Gebäudemanagements des Kreises Bergstrasse der als „Nebeneingang“ genutzte Zugang von der Lessingstraße kein offizieller Zugang zur Schule. Damit ist ein offizielles „Anliegen“ von Eltern, die in die Anliegerstraße einfahren nicht gegeben. Es wäre unserer Ansicht demnach möglich, dies als Verstoß gegen das Einfahrverbot durch Nicht-Anlieger mit entsprechenden Ordnungwidrigkeiten zu ahnden. Nicht schön, aber wenn es den für die Anwohner schon seit Längerem störenden Verkehr eindämmt ein notwendiges Mittel. Weshalb dieser Hebel seitens der Ordnungsbehörde nicht eingesetzt wird, hat BGM Spitzner bisher nicht beantwortet.

Es gibt außerdem zahlreiche Studien, die belegen, daß gerade die Elterntaxis Ursache der Gefährdungen von Kindern auf dem Schulweg sind. Und es wird eindeutig festgestellt, daß ein zu Fuß gegangener Schulweg sowohl die Verkehrstauglichkeit der Kinder stärkt, als auch eine soziale Komponente aufweist. Denn Kinder, die zum Beispiel gemeinsam mit Freunden zur Schule gehen, tauschen sich bereits auf dem Schulweg aus, fördern den Zusammenhalt und die Kinder kommen ausgeglichener in der Schule an. Trotz dieser Beleg nehmen die Elterntaxis zu statt ab: Gründe sind neben dem chronischen morgendlichen Zeitmangel eben auch die „Gefahren“ durch den erhöhten, durch die Elterntaxis selbst erzeugten, Verkehr. Ein Paradoxon!

Die anhaltend bedrückende Situation für die Anlieger in der Lessingstraße, aber auch sicher in der Friedrich-Ebert-Straße konnte offensichtlich bisher nicht mit den Verursachern gemeinsam gelöst werden.

Es ist möglich, Straßen in der Umgebung von Schulen auf Grundlage der bestehenden Straßenverkehrsordnung zeitweise für den Autoverkehr zu sperren. Dies ist bereits in mehreren Städten wie Kassel, Frankfurt usw. erfolgreich passiert. Da es sich hier um innerstädtische Straßen handelt, wäre der Ordnungsbehördenbezirk der Stadt, mit seinem obersten Leiter BGM Spitzner für eine solche Maßnahme zuständig.

Wir sind der Meinung, daß eine solche Umsetzung von zeitweisen Sperrungen sowohl zur Vermeidung weiterer Gefährdungen der Kinder auf dem Schulweg, als auch der Anwohner in erheblichem Maße beitragen würde und werden uns weiterhin dafür einsetzen.

Artikel im Amtsblättle am 3. Juli 24:
Hier die Stellungnahme der Grünen Fraktion zu diskutierten Beiträgen in der Öffentlichkeit.
Unser Anliegen ist es, hier chronologisch die Tatsachen noch einmal zur Einsicht allen Bürgern*Innen
zur Verfügung zu stellen: